Zeckenzeit

Zeckenzeit

Kaum werden die Temperaturen wieder etwas milder, geht das große Krabbeln wieder los. Hunde bringen die unliebsamen Besucher vom Spaziergang oder Katzen von der letzten Mäusejagd mit nach Hause.

Manchmal haben wir Glück und finden die Zecke noch bevor sie eine geeignete Stelle zum Festbeißen gefunden hat. Hat sie sich jedoch erst mal mit ihrem Stechapparat festgebissen, lässt sie sich nicht ohne weiteres einfach wieder entfernen. Insbesondere in einem frühen Stadium, wenn die Zecke noch keine große Menge Blut aus ihrem Wirt gesaugt hat, ist es oftmals schwierig sie richtig zu fassen zu bekommen, um sie zu entfernen. Neben dem Umstand, dass sie im Anfangsstadium nur ca. 1mm groß sind, kommen erschwerend auch noch diese zwei Gründe hinzu: Zum einen verfügen Zecken über kleine Widerhaken, die sich an ihrem Stechapparat befinden. Zum anderen nutzen sie einen natürlichen Klebstoff, um sich gründlich zu verankern, was das leichte Entfernen so gut wie unmöglich macht.

Eine Zecke kommt selten allein

Hat die Zeckenzeit erst mal begonnen, dauert es nicht lange und die Tiere kommen ständig in den zweifelhaften Genuss einen oder gleich mehrere dieser Parasiten im Fell mit sich herum zu tragen. Daher sollten Sie das Tier nach jedem Besuch draußen gründlich untersuchen. Da Tiere auf das Absuchen eher gestresst reagieren, empfiehlt es sich behutsam vorzugehen. Sollten Sie eine Zecke gefunden haben, die sich noch nicht festgebissen hat, suchen Sie in jedem Fall weiter, denn eine Zecke kommt selten allein. In den meisten Fällen stechen Zecken bei Hunden im Kopfbereich bis hin zu Nacken und Brust sowie im Bereich des Bauches zu. Bei Katzen sind diese Bereiche ebenfalls am stärksten betroffen.

Warum sind Zecken eigentlich gefährlich?

Grundsätzlich ist die Zecke an sich nicht gefährlich. Sie injiziert ihrem Wirt auch kein „gefährliches Zeckengift“. Damit der Wirt den Biss bzw. den Stich nicht merkt, injiziert die Zecke jedoch neben entzündungs- und gerinnungshemmenden Substanzen ein Betäubungsmittel mit ihrem Speichel in die Wunde. Ungefähr bis zu 5% der Zecken sind in Deutschland mit gefährlichen Krankheitserregern infiziert, die in ihrer Speicheldrüse oder in ihrem Darm sitzen. Mit dem Biss wiederum können diese gefährlichen Krankheitserreger auf Menschen oder Tiere übertragen werden. Hier in Deutschland wird vor allen die Lyme-Borreliose und FSME übertragen. FSME- Viren können eine Frühsommer-Meningoenzephalitis hervorrufen. Die Krankheitssymptome können neben starken Schmerzen auch Lähmungen mit sich bringen und im schlimmsten Fall auch zum Tod führen.

Hunde können zudem noch an Babesiose, Ehrlichiose und Anaplasmose erkranken. Katzen erkranken zwar noch seltener als Hunde an einer der oben genannten Krankheiten, jedoch völlig ausgeschlossen werden kann eine Übertragung der Krankheitserreger nicht.

Daher ist es wichtig sich selbst und Ihr Haustier ausreichend vor Zecken zu schützen.

Wie kann ich mich und mein Tier am besten vor Zecken schützen?

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, wo lauert eigentlich die größte Gefahr von einer Zecke entdeckt und erwischt zu werden. Ein hartnäckiger Irrglauben ist, dass Zecken von Bäumen fallen. Das stimmt so nicht. Vielmehr halten sich Zecken mit Vorliebe in dichterem Gras, Gestrüpp oder Unterholz auf. Sie lieben feuchtes und warmes Wetter und hassen große Hitze. Sie gehören der Gattung der Spinnentiere an, was man auch sehr gut an ihren acht Beinen erkennen kann. Vielleicht erklärt auch diese Tatsache das Phänomen, dass sich Zecken hervorragend und vor allem im Vergleich zu Ihrer Körpergröße äußerst schnell fortbewegen können. Kommt ein potenzieller Wirt in ihre Nähe, nehmen sie diesen über ihren Geruchssinn war. Sie besitzen zwar keine Nase, ihr Hallersches Organ erlaubt ihnen jedoch die Wahrnehmung feinster Nuancen von Ammoniak-, Buttersäure oder Kohlendioxidgerüchen. Daher ist es naheliegend den Geruchssinn der Zecke mit einem natürlichen Zeckenmittel so zu beeinflussen, dass sie sich erst gar nicht in Position bringt, um von einem unfreiwilligen „Blutspender“ abgestreift zu werden.

Organische Zeckenmittel vs chemische Zeckenmittel

Haben Sie schon mal ein chemisches Zeckenschutzmittel von Ihrem Tierarzt mit nach Hause genommen und den Beipackzettel samt Warnhinweisen gelesen? Auffällig ist, dass man die Tiere direkt nach dem Auftragen der SpotOn-Präparate nicht mehr anfassen soll. Der Kontakt von Tier und Kind muss vermieden werden. Die Nebenwirkungsliste ist lang und reicht von Hautausschlägen bis hin zu Lähmungserscheinungen. Bei der Anwendung an Kaninchen, kann sogar der Tod eintreten. Die Anwendung an Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, ist gänzlich verboten.

Das gibt einem zu Denken. All diese Vorsichtsmaßnahmen sind jedoch sinnvoll, denn diese chemischen Mittel enthalten Nervengifte mit starker insektizider Wirkung. Manche enthaltenen Stoffe wurden in der Agrarwirtschaft als Pflanzenschutzmittel verwendet und sind mittlerweile sogar dort komplett verboten. Für den Einsatz an unseren Haustieren sind sie aber leider immer noch erlaubt und werden auch allzu häufig noch verwendet.

Die Natur hingegen hat sich auch so einiges einfallen lassen. So bieten einige Pflanzen hervorragende Geruchsstoffe, die dabei helfen können einen „natürlichen Zeckenschutz“ zu bilden.

In der richtigen Zusammensetzung und Konzentration entstehen so wirksame Zeckenmittel, die den Geruch des Tieres derart beeinflussen, dass die Zecke ihren potenziellen Blutlieferanten nicht mehr wahrnimmt.

Welche Zutaten sind für ein wirksames Zeckenmittel geeignet?

Besonders geeignet sind neben den Wirkstoffen aus Kokos und ägyptischem Schwarzkümmelöl auch die ätherischen Öle aus pflanzlichen Quellen, wie der Rosengeranie, dem Zitroneneukalyptus und des Lavendels. Aber auch klassische Kräuter, wie z.B. Rosmarin, Thymian und Nelke haben einen abschreckenden Einfluss auf Zecken und andere ungebetene Insekten.

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